Zum Inhalt springen
Angelus
Menü

Konfliktmanagement und Prozessfinanzierung

Prozessfinanzierung: Wie funktioniert die Finanzierung eines Rechtsstreits?

Bei einer Prozessfinanzierung übernimmt ein Finanzierer unter bestimmten Voraussetzungen Kosten eines Rechtsstreits und erhält im Erfolgsfall eine vereinbarte Beteiligung.

6. November 2026

Bei einer Prozessfinanzierung beteiligt sich ein externer Finanzierer an den Kosten eines Rechtsstreits. Die konkrete Ausgestaltung ergibt sich aus dem jeweiligen Finanzierungsvertrag.

Ein Unternehmen kann beispielsweise einen wirtschaftlich bedeutenden Anspruch verfolgen wollen, ohne sämtliche Prozesskosten selbst vorzufinanzieren. Ein möglicher Finanzierer prüft dann, ob er das Vorhaben wirtschaftlich begleiten möchte.

Zu dieser Prüfung können die voraussichtlichen Verfahrenskosten, die wirtschaftliche Bedeutung des Anspruchs und die Möglichkeit gehören, eine spätere Entscheidung tatsächlich durchzusetzen. Rechtliche Fragen werden durch entsprechend qualifizierte Rechtsanwälte beurteilt.

Im Erfolgsfall erhält der Finanzierer häufig eine vertraglich vereinbarte Beteiligung am wirtschaftlichen Ergebnis. Welche Kosten übernommen werden und was als Erfolg gilt, kann sich von Vertrag zu Vertrag unterscheiden.

Vor einer Entscheidung sollten Unternehmen deshalb genau prüfen, ob etwa Gerichts-, Anwalts- und Sachverständigenkosten erfasst sind und welche Regelungen für Vergleichsverhandlungen oder weitere Verfahrensschritte gelten.

Ebenso wichtig ist die Frage, wie das Verhältnis zwischen Unternehmen, Rechtsvertretung und Finanzierer ausgestaltet wird und wie Interessenkonflikte behandelt werden.

Eine Prozessfinanzierung ist nicht für jeden Fall verfügbar. Sie ist auch keine Garantie dafür, dass ein Anspruch erfolgreich durchgesetzt wird.