Finanzierung und Liquidität
Corporate Finance: Wie Unternehmen ihre Finanzierung strukturieren
Corporate Finance umfasst finanzielle Entscheidungen eines Unternehmens – von der Kapitalstruktur über Finanzierungsvorhaben bis zur Vorbereitung von Transaktionen.
6. November 2026
Corporate Finance bezeichnet den Bereich der Unternehmensfinanzierung und finanziellen Unternehmenssteuerung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein Unternehmen seine wirtschaftlichen Ziele finanziert und welche Auswirkungen finanzielle Entscheidungen auf seine Zukunft haben.
Ein Unternehmen kann Kapital beispielsweise für Wachstum, Investitionen, die Übernahme eines anderen Betriebs oder die Stabilisierung seiner Liquidität benötigen. Welche Finanzierung infrage kommt, hängt unter anderem vom Geschäftsmodell, dem Risiko, der Laufzeit und den wirtschaftlichen Verhältnissen ab.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Kapitalstruktur. Sie beschreibt vereinfacht das Verhältnis und die Ausgestaltung der verschiedenen Finanzierungsquellen. Dazu können Eigenkapital, Bankkredite oder andere Formen von Fremdkapital gehören.
Für ein Finanzierungsvorhaben benötigen Unternehmen regelmäßig eine nachvollziehbare Darstellung ihrer Ausgangslage. Dazu gehören beispielsweise Jahresabschlüsse, aktuelle Geschäftszahlen, Planungsrechnungen und eine Erklärung, wofür das Kapital benötigt wird.
Auch die Vorbereitung von Unternehmenstransaktionen kann zum Bereich Corporate Finance gehören. Bei einem Kauf oder Verkauf sind neben dem Unternehmenswert insbesondere Finanzierung, Zahlungsstruktur und wirtschaftliche Risiken zu berücksichtigen.
Für Unternehmer ist entscheidend, nicht ausschließlich auf die schnelle Verfügbarkeit von Kapital zu schauen. Kosten, Sicherheiten, Rückzahlungspflichten und Auswirkungen auf die unternehmerische Freiheit können langfristig genauso wichtig sein.
Ob einzelne Finanzdienstleistungen oder Vermittlungstätigkeiten einer Erlaubnis bedürfen, hängt von der konkreten Tätigkeit und ihrer rechtlichen Ausgestaltung ab.
